Ein malerisches Portrait mit Photoshop erstellen

In dieser kurzen Anleitung erkläre ich euch, wie ihr im Studio und mit Photoshop ein malerisches Portrait erstellen könnt.

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TUG Painterly Studio Photoshop Portrait

 

Für diesen gemäldeartigen Stil orientieren wir uns an Portrait-Gemälden vergangener Jahrhunderte.
Ich stehe dabei zum Beispiel total auf einen fesselnden Blick und starken Augenkontakt mit dem Betrachter – das macht ein Portrait für mich lebendig.

Hier ist ein sehr schönes Video, welches Portraits von Frauen durch die Zeit zeigt.

 

Selbstverständlich veränderten sich die Stile durch die Epochen sehr und doch sind viele Gemeinsamkeiten zu erkennen.
Am meisten hängengeblieben ist bei mir dieser immer wieder auftretende Bildlook, der sich komplett auf die gemalte Person konzentriert und als Hintergrund lediglich eine schlichte Farbe mit Struktur hat.

Rawexchange Backdrop

 

Solche Hintergründe gibt es auch zu kaufen, zum Beispiel von Gravity Backdrops, was aber viel Geld kostet und meist nicht in Deutschland vertrieben wird. Wir sprechen hier von mehreren Hundert Euro.

Selbst wenn man so etwas nicht kauft, kann man diesen Bildstil ohne Probleme umsetzen.
Ich benutze dafür zum Beispiel die Hintergrundtexturen von RawExchange, welche abfotografierte Backdrops von Gravity sind.

 

Fotografische Aspekte des Portraits

Bei der Fotografie wurde eigentlich alles simpel gehalten. Welche Kamera dafür genutzt wird, ist relativ egal, als Objektiv hingegen empfehle ich eine Portraitlinse, wie in meinem Fall das Canon 85mm f1.8. Bald kommt übrigens ein 85mm-Objektiv von Sigma’s ART-Serie. Man darf gespannt sein 🙂

Auch das Licht wurde sehr einfach gehalten und war im Prinzip ein One-Light-Setup.

Lichtdiagramm Lighting diagram

Eine 120cm-Oktabox auf 7:30 Uhr, die nicht direkt das Model anstrahlt, sondern eher von oben vor dem Model Richtung Boden blitzt wurde als Hauptlicht verwendet.
Warum ich auf den Boden blitze? Das hat zwei Gründe. Zum einen wird das Licht schwächer, wenn es nicht direkt auf das Model leuchtet. Zum anderen ist die Leuchtfläche subjektiv kleiner und dadurch etwas kontrastreicher, aber immer noch weicher als z.B. mit einer Beauty Dish.

Als Aufheller habe ich einen 2m hohen DIY-Styroporreflektor / Abschatter genommen (Tutorial folgt). Dieser hat zwei Effekte – zum einen die gleichmäßige Aufhellung des Models von rechts, zum anderen schützt er das Model vor dem Streulicht des Blitzes, der auf den Hintergrund gerichtet war.

Zum Tausch des Hintergrunds bietet sich ein neutralgrauer Hintergrund an, da dieser sehr gut mit dem Modus „Weiches Licht“ arbeitet. Ich hatte gerade nur einen schwarzen Hintergrund zur Verfügung, deswegen habe ich diesen einfach angeblitzt.
Wichtig ist jedenfalls, dass ein guter Kontrast zwischen dem Model sowie besonders ihren Haaren und dem Hintergrund geschaffen wird.
Ein Model mit schwarzen oder dunkelbraunen Haaren kann vor einem schwarzen Hintergrund schlecht bis gar nicht freigestellt werden, genauso wie ein hellblondes Model schlecht vor einem weißen Hintergrund ist.
Da bietet sich Grau an, denn graue Haare sind bei Models eher selten 😉

 

Dem Portrait den Gemälde-Look verleihen

In diesem Video erkläre ich euch, wie dieser Gemäldeartige Portrait-Stil in Photoshop erreicht werden kann.

 

Die Bearbeitungsschritte sollten in dem Video eigentlich ausreichend erklärt worden sein. Sollten aber noch Fragen im Detail auftauchen, könnt Ihr diese gerne in die Kommentare schreiben, oder mir direkt eine Nachricht zukommen lassen!

 

Und so sieht dann das fertige Bild aus:

Update: Super Film-Grain-Texturen gibt es zum Beispiel hier
Man muss sich zwar für den Newsletter anmelden um den Download-Link zu bekommen, es lohnt sich aber 🙂

 


Photo: TUG
Hair & Makeup: Leonie Fietz
Model: Julia Möstl

 

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2 Gedanken zu „Ein malerisches Portrait mit Photoshop erstellen

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